Abzocke im Internet durch Fabriken.de - Was soll ich tun?

4. März 2009

Durch fragwürdige Änderungen der AGB starteten die Internetportale Fabriken.de und rezepte-ideen.de eine miese Abzocke. Die angemeldeten User wurden nun mit einer Rechnung über 84 Euro zur Zahlen aufgefordert. Was man dagegen tun kann und wie man sich in einem solchen Fall am Besten verhält erfahrt ihr hier.

Unter den vielen, zum größten Teil, seriösen Anbietern von Dienstleistungen im Internet gibt es leider immer wieder schwarze Schafe.

Jüngstes Beispiel für eine solche Internet-Abzockee ist das Düsseldorfer Unternehmen Connects 2 Content GmbH, dass in einem unscheinabren Newsletter auf die Änderung seiner AGB hingewiesen haben will. Die ehemals Kostenlose Anmeldung erweist sich so meist ohne Kenntnisnahme der User als Kostenfalle.

Aber reicht eine Änderung der AGB mit einer Ankündigung per Email aus, wenn für den User auf einmal Kosten entstehen?
Zu dieser Frage liest man auf verschiedenen Verbraucherschutz-Blogs meist folgendes in sehr ähnlicher Form:


Die Wandlung eines ausgewiesen kostenlosen Angebotes in einen Vertrag mit Kostenpflicht ist ohne transparente Information der Teilnehmer nicht möglich. Ein Newsletter, dessen Empfang rein rechtlich sogar abgelehnt werden kann, dürfte als Dokumentation einer solch weit reichenden Änderung der Nutzungsbedingungen nicht zulässig sein, zudem die Informationen über die Kostenpflicht nicht vorrangig Inhalt der Newsletter waren sondern hier eher versteckt geführt wurden. Da Newsletter in Spamfilter landen können ist ein sicherer Empfang nicht vorauszusetzen. Und dies ist kein Rechtsrat sondern Ausdruck eines ganz allgemeines Gerechtigkeitsgefühls….

-Zitat: verbraucherschutz.tv-

Das heißt also, ich brauche nicht zu Zahlen?
Der Blog verbraucherrechtliches.de schreibt folgendes:

Das Ganze ist ein ziemlich infamer Trick, entbehrt jedoch rechtlich jeglicher Grundlage. Allein durch Änderung der AGB kann aus einer kostenlosen Mitgliedschaft keine kostenpflichtige werden!

Verbraucher, die sich also bei der kostenlosen Community angemeldet haben, sollten sich jetzt durch irgendwelche Rechnungen oder Mahnungen nicht einschüchtern lassen. Es ist auch nicht nötig, jetzt irgendwie zu kündigen. Einen Vertrag, den man nicht geschlossen hat, muss man nicht kündigen.

Die Betroffenen sollten ganz einfach nicht zahlen!

In der Regel passiert nichts, wenn man auf diese Versuche der Abzocke nicht reagiert. Es kommen zwar Mahnungen und Rechnungen in sporadischen Abständen, aber fast nie ein gerichtlicher Beschluss. Die meisten Internet-Abzocker, wie die Betreiber der Domains vornamen-heute.com oder Nachbarschaft24.net setzen auf die Angst der User, die sich durch solche Schreiben unter Druck gesetzt fühlen und doch Zahlen.

Vor allem sollte man sich nicht vom Namen Deutsche Inkassostelle GmbH oder ZI Zentrale Inkassostelle GmbH auf dem Briefkopf beeindrucken lassen, weil diese als Helfershelfer der Internetbetrüger entlarvt wurden und keine Lizenz mehr besitzen (mehr Details erfahren sie HIER).

In der Regel ist der sicherste Weg natürlich genau zu schauen, bei welchen Diensten man sich anmeldet und diese im Zweifelsfall vorher schon zu durchleuchten, dann kann man sich den Ärger einer solchen Abzocke von vorneherein ersparen. Wenn einem ein Internetdienst dubios erscheint, sollte man lieber auf eine Anmeldung verzichten.


HINWEIS:

Die Zitate und Aussagen in diesem Artikel stammen allesamt aus Blogs, denen ich ihre Kompetenz in diesem Bereich nicht abspreche. Die Aussagen die dort getroffen werden, kann ich soweit aus eigener Erfahrung bestätigen. Trotzdem für alle, die in eine solche Kostenfalle getappt sind, empfehle ich einen Besuch bei der Verbraucherschutzztentrale in der jeweiligen Heimatstadt, die hat nicht nur viel Erfahrung mit solchen Fällen, sondern bietet im Zweifelsfall auch den nötigen Rechtsbeistand zu einem durchaus akzeptablen Honorar, wenn es wirklich soweit kommen sollte, dass das ganze vor Gericht geht.

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Topics: Internet |

One Response to “Abzocke im Internet durch Fabriken.de - Was soll ich tun?”

  1. Axel Says:
    Juni 15th, 2009 at 9:37 pm

    Warum tut da keiner was dagegen, wenn selbst Anwälte auf ihren Seiten schon darüber berichten? siehe z.B. http://www.ratgeberrecht.eu/verbrauch-aktuell/fabriken.de-und-rezepte-ideen.de-verschicken-rechnungen.html

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